Kinderwunsch mit 35+ 

Der Trend geht immer deutlicher zum „späten“ Kind. Nicht jede Frau weiss schon mit Anfang 20, ob und wann sie Mutter werden will oder befindet sich oft überhaupt noch nicht in der entsprechenden Ausgangssituation.

Der Großteil der Frauen heutzutage möchte erst einmal das Leben und die Ungebundenheit genießen, bevor sie eine Familie gründen.

Sie studieren oder machen eine Ausbildung, sind finanziell unabhängig und sehen sich nach Möglichkeit viel von der Welt an.
Einige gehen auch zum Studieren oder Arbeiten für ein paar Jahre ins Ausland und machen dort erst mal Karriere.

Anders als früher ist auch nicht mehr der erstbeste Partner in jungen Jahren die erste Wahl, um mit ihm ein Kind zu bekommen.

Viele von uns genießen ihr Single-Dasein und lernen dabei viele tolle, interessante Männer kennen, die sich aber nicht unbedingt als Mann fürs ganze Leben und potenzieller Vater gemeinsamer Kinder entpuppt.

Hat man dann aber tatsächlich den Einen gefunden, dann möchte man doch eigentlich auch erst mal eine gewisse Zeit mit ihm zu zweit genießen, bevor man den Kinderwunsch gezielter angeht.

So ziehen ein paar Jahre ins Land und ehe man es sich versieht, hat man die 35 bereits überschritten…

Es gibt natürlich noch viele weitere Gründe für eine späte Schwangerschaft.

Leider wird eine frühe Elternschaft immer noch häufig auf dem Arbeitsmarkt bestraft.

Die Betroffenen haben Angst, keine entsprechenden Teilzeitangebote ermöglicht zu bekommen oder dass ihre Stellen sogar komplett neu besetzt oder wegen Einsparungsmaßnahmen einfach gestrichen werden.

Oft verdient man in den ersten Berufsjahren auch nicht allzu viel, um entsprechende finanzielle Rücklagen für ein oder mehrere Kinder bilden zu können.

Zudem gibt es in Deutschland leider immer noch nicht überall genügend Krippen-oder Kindergartenplätze, die gewährleisten, dass junge Eltern bald wieder in ihren Job zurückkehren können.

Das durchschnittliche Alter bei der Geburt des ersten Kindes liegt in Deutschland momentan bei 30 Jahren. Jede vierte Mutter ist sogar schon älter als 35.

Viele prominente Frauen sind ebenfalls Teil dieses Trends und ihnen allen sieht es so einfach aus, auch weit jenseits der 30 noch problemlos schwanger zu werden…
Halle Berry (mit 47), Naomi Campbell (mit 50), Gianna Nannini (mit 54), Susan Sarandon (mit 46), Diane Kruger (mit 42) zählen zu den späten Müttern. Und das sind nur einige Beispiele; diese Liste lässt sich noch endlos fortführen. Aber sind diese Damen wirklich alle ganz easy und vor allem auf natürlichem Wege schwanger geworden? Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht. Ein ganz interessantes Interview mit Caroline Beil (als sie 50 und schwanger war) hat übrigens der Stern abgedruckt.

Tatsächlich nimmt die Fruchtbarkeit bei Frauen bereits schon ab Mitte 20 ab. Ab dem Alter von 30 sinken die Chancen auf ein Baby dann immer weiter und wer mit über 35 Jahren schwanger werden möchte, dessen Chancen liegen nur noch bei schmalen 13 Prozent; bei den über 40jährigen sogar nur noch bei gerade mal 5 Prozent.

Fruchtbarkeit ist jedoch eine ganz individuelle Angelegenheit und verlässt sich nicht immer auf Statistiken.

Manche Frauen haben schon mit Anfang/Mitte 20 enorme Probleme, überhaupt schwanger zu werden oder das Kind auch zu halten. Ihr Kinderwunsch kann sich über Jahre hinziehen und lässt sich traurigerweise so manches Mal auch gar nicht erfüllen.

Und dann wiederum gibt es genügend Frauen, die einfach so mit 39 oder 42 schwanger werden. Oft klappt das bei ihnen jedoch einfacher, wenn sie bereits schon Kinder haben.

Hierfür spielen wieder einige Faktoren eine tragende Rolle: mögliche Vorerkrankungen wie Endometriose/PCO, Beinträchtigungen des Hormonhaushaltes, starkes Über- oder Untergewicht, Leistungssport, schwere körperliche Arbeit, Stress, Konsum von Alkohol/Nikotin/Drogen sind mögliche Gründe dafür, dass es mit der Schwangerschaft auch in jungen Jahren nicht klappt.

Es gibt allerdings mittlerweile die Möglichkeit, beim Gynäkologen (Kosten ca. 50€- werden meist von den Krankenkassen übernommen) oder in einer Reproduktionsklinik den sogenannten AMH-Wert testen zu lassen. Dabei handelt es sich um das Anti-Müller-Hormon, das nach seinem Entdecker Johannes Peter Müller benannt wurde, seines Zeichens Mediziner und Philosoph im 19. Jahrhundert.

Dieses Hormon spielt eigentlich nur während der Entwicklung des Embryos eine Rolle, bleibt aber auch in späteren Jahren als Nebenprodukt der Eierstöcke im weiblichen Körper erhalten.

Sein Nutzen für die Reproduktionsmedizin hierbei ist folgender: der AMH-Wert steht in direktem Zusammenhang mit der aktuellen Menge der weiblichen Eizellen und in Kombination mit einer Ultraschalluntersuchung, die die Reserve der Follikel (Eibläschen) anzeigt, kann man die Fruchtbarkeit der Patientin ziemlich exakt für die nähere Zukunft vorherbestimmen.

Noch ein bis zwei Jahre Zeit mit dem Kinderwunsch können sich Frauen lassen, deren AMH-Wert über 1ng/ml liegt, natürlich unter Berücksichtigung der jeweiligen gesundgeitlichen Vorgeschichte.
Unterschreitet der Wert die 1ng/ml jedoch deutlich, dann sollte man die Sache besser relativ zügig angehen.

Eine weitere medizinische Option, die noch relativ neu ist und häufig von Frauen genutzt wird, bei denen zum Beispiel durch eine bevorstehende Chemotherapie oder Operation die Fruchtbarkeit gefährdet isst, ist das sogenannte Social Freezing. Der Patientin werden reife Eizellen entnommen und diese werden für eine spätere künstliche Befruchtung eingefroren.

Mittlerweile nutzen aber auch immer mehr gesunde Frauen um die 40 diese Möglichkeit, um noch etwas Zeit für die Verwirklichung ihres Kinderwunschs zu erhalten.
Die Kosten hierfür sind allerdings sehr hoch und werden nicht von den Kassen übernommen. Zwischen 2.000€ bis 4.000€ muss man investieren.

Experten sich sich jedoch einig, dass eine rechtzeitige und bessere Aufklärung der Frauen und auch ihrer Partner enorm hilfreich sein könnte, damit die oben genannten Maßnahmen gar nicht unbedingt notwendig sein müssten.
So könnte in Zukunft bei der jährlichen Vorsorgeuntersuchung der AMH-Wert routinemäßig gemessen werden und die Patientin von ihrem Arzt ganz selbstverständlich und frühzeitig über bestimmte Fakten der Fruchtbarkeit aufgeklärt werden.

Die beste Mutter ist die, die mit sich im Reinen und ganz bei sich ist- dass kann sie mit 23 Jahren genauso sein wie mit 36 oder 44!

Mehr erfahren?

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Zudem findet Ihr auch im Ärzteblatt wichtige (und hoffnungsvolle) Informationen zum Thema Risiko einer Spätschwangerschaft.

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Julia

Julia

Gründerin von storchgeflüster

 

Hi,
schön, dass Du da bist!

Ich bin Julia und habe storchgeflüster für Frauen & Paare mit Kinderwunsch gegründet.

Leider ist das immer noch ein Tabuthema! Und das obwohl Schätzungen besagen, dass jede 6. Frau in Deutschland darunter irgendwann leidet...

Mit storchgeflüster möchte ich allen Frauen & Paaren helfen, direkten Zugang zu den wichtigsten Methoden zu erhalten, die wirklich beim Kinderwunsch helfen können. Die Zauberwörter heißen in diesem Zusammenhang "Body & Mind".

Zudem bin ich der Überzeugung, dass die Transformation und das Coaching insb. dann wirklich wirksam sind, wenn Du es mit einigen der fachlich besten und zugleich empathischsten Experten zu tun hast. Und diese haben wir für Dich auf einer Plattform vereint!

Ich wünsche Dir alles Gute bei Deinem Kinderwunsch und würde mich freuen, wenn ich Dich bei der Reise zu Deinem Wunschkind unterstützen dürfte.

Herzlichst,
Deine Julia

PS: Dein nächster Zyklus könnte alles verändern.

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