Der Eisprung und seine typischen Anzeichen

Wenn Du schwanger werden möchtest, dann ist es ein großer Vorteil, wenn Du weisst, wann Du Deine fruchtbaren Tage hast. Du kannst Deine Chancen auf eine baldige Schwangerschaft erhöhen, indem Du Dich ein wenig näher mit deinem Zyklus beschäftigst.

Höre und spüre in Dich hinein, beobachte Deine Periode und die Signale Deines Körpers und rechne ein bisschen mit. Schon bald werden Dir Deine ganz persönlichen Symptome den Eisprung signalisieren.

Das ist dann die beste Zeit, um Sex zu haben und vielleicht ja endlich Euer Baby zu zeugen!

Einige Frauen können den Moment ihres Eisprungs tatsächlich körperlich spüren. Er wird meist als kurzer, stechender Schmerz oder als Ziehen im Unterleib beschrieben.
Auch die erhöhte Lust auf Sex kann ein Hinweis auf den Eisprung sein.
In der Regel jedoch bleibt der Eisprung meist völlig unbemerkt und die Frauen stellen im Moment des Geschehens keinerlei physische Anzeichen dafür fest.

Es hat sich durchaus als vorteilhaft erwiesen, dass Paare, die die fruchtbaren Tage kennen, den Sex flexibel in ihren Alltag einplanen können und damit die Chancen auf eine Schwangerschaft erhöhen. Dies hilft enorm dabei, den Druck abzubauen, den manche Paare im Kinderwunsch verspüren.

WAS IST DER EISPRUNG ÜBERHAUPT?

Etwa in der Mitte Deines Menstruationszyklus gibt ein Follikel (Eibläschen) in einem der beiden Eierstöcke ein Ei frei, das dann vom Eileiter beherbergt wird.

Von hier aus wandert das Ei weiter in die Gebärmutter, um dort auf eine Befruchtung durch Sperma zu warten.

In der Fachsprache wird der Eisprung auch Ovulation oder Follikelsprung genannt.

Der Eisprung erfolgt in der Regel einmal pro Menstruationszyklus und zwar 12-16 Tage vor Beginn der nächsten Monatsblutung.

Er passiert normalerweise 24-36 Stunden nach Anstieg des luteinisierenden Hormons (LH oder auch Luteotropin), welches unerlässlich ist für die Funktion der Eierstöcke, die Steuerung des Menstruationszyklus und natürlich für die Fruchtbarkeit.

Nähert sich der Moment des Eisprungs, produziert der Körper ebenfalls mehr Östrogen, das unter anderem für ein spermienfreundliches Milieu in Scheide und Gebärmutterhals sorgt und die Gebärmutter optimal auf die Aufnahme der befruchteten Eizelle vorbereitet.

Die Eizelle kann jedoch nur bis zu 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtet werden. Kommt es in dieser Zeit nicht zu einer erfolgreichen Befruchtung, so zerfällt die Eizelle, die Gebärmutterschleimhaut wird abgestoßen und mit Einsetzen der nächsten Periode beginnt ein neuer Menstruationszyklus.

Es ist aber möglich, dass die Frau dennoch schwanger werden kann, wenn das Paar 4 bis 5 Tage VOR dem Eisprung Sex hat, denn Spermien können bis zu 5 Tagen im Körper der Frau überleben und sich zum Zeitpunkt des Eisprungs immer noch einnisten.

Pro Zyklus gibt es also insgesamt etwa 5-6 Tage, an denen Du fruchtbar bist.

Leider lassen sich diese Tage und eben auch der Eisprung nicht zu hundert Prozent exakt ermitteln.

Bei einem regelmäßigen Zyklus beginnt die fruchtbare Zeit vier bis fünf Tage vor dem Eisprung und die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, steigt dann Tag für Tag an.

Zwei Tage vor dem Eisprung und am sogenannten Ovulationstag selbst stehen die Chancen am besten.

Ab jetzt bleiben immer noch die bereits erwähnten 12-24 Stunden für eine erfolgreiche Befruchtung, bevor die Eizelle zerfällt und etwa zwei Wochen später deine nächste Periode einsetzt.

Es ist also wirklich wichtig und äußerst hilfreich, dass Du mit Hilfe eines Zykluskalenders dokumentierst, wann was in deinem Körper passiert.

Für die Beobachtung des Zyklus gilt:

Er beginnt am ersten Tag der letzten Periode und endet am letzten Tag vor der nächsten Periode.
Da es bei fast allen Frauen nur sehr selten eine hundertprozentige Regelmäßigkeit hierbei gibt, ist es nicht weiter schlimm, wenn Deine Zykluslänge um ein paar Tage schwankt.
Du kannst trotzdem als ungefähren Richtwert herauslesen, dass Dein Eisprung ca. 12-16 Tage vor dem Zyklusende stattfindet.

10 TYPISCHE SYMPTOME FÜR EINEN BALDIGEN EISPRUNG

1. Der Mittelschmerz (auch Ovulations- oder Intermenstrualschmerz)

DDr tritt bei etwa 20% aller Frauen und ungefähr 8 bis 10 Tage nach der letzten Menstruation auf. Manche spüren ihn nur wenige Minuten, bei anderen dauert er sogar mehrere Tage.

Er äußert sich in der Mitte des Zyklus als krampfartiges Stechen oder als Ziehen im Unterleib und wird manchmal sogar von einer kleinen Blutung begleitet.

Der Mittelschmerz kann sogar im Wechsel, einmal auf der einen und beim nächsten Mal wieder auf der anderen Seite auftreten, da der Eisprung immer abwechselnd im linken oder rechten Eierstock stattfindet.

Wodurch der Schmerz genau ausgelöst wird, lässt sich wissenschaftlich immer noch nicht ganz genau erklären.

Eine sehr plausible Erklärung hierfür ist jedoch die, dass der pralle Follikel beim Platzen einen hohen Druck im Unterleib auslöst, der dann als Schmerz spürbar wird.

Zeitgleich tritt mit der Eizelle etwas Flüssigkeit aus, die das Bauchfell reizen und dadurch Schmerzen verursachen kann.

Auch Kontraktionen des Eileiters können für den Schmerz verantwortlich sein.

Du kannst diese Beschwerden lindern, indem Du Dich in der warmen Badewanne entspannst oder Dir ein(e) Wärmekissen/ Wärmflasche auf den Bauch legst. 

Nach Rücksprache mit Deinem Arzt kann bei sehr starken Beschwerden auch ein entsprechendes Schmerzmittel wie z.B. Naproxen helfen.

2. Erhöhte Basaltemperatur

Das Messen der eigenen Körpertemperatur ist eine weitere Möglichkeit, die fruchtbaren Tage zeitlich besser einzuordnen zu können.

Als Basaltemperatur, auch Aufwachtemperatur genannt, bezeichnet man den Wert, der unmittelbar nach dem Aufwachen und noch vor dem Aufstehen gemessen wird, um ein möglichst unverfälschtes Ergebnis zu erhalten.

Die rektale oder vaginale Messmethode eignet sich erfahrungsgemäß am besten.

Genauer als eine Messung mit einem herkömmlichen digitalen Fieberthermometer ist es, den Wert mit Hilfe eines Basalthermometers zu bestimmen, welches man in Apotheken und Drogeriemärkten bekommt.

Es ordnet die Messergebnisse direkt ein und hilft dabei zu erkennen, ob du dich gerade in einer fruchtbaren oder unfruchtbaren Phase befindest.

Am genauesten wird die Messung, wenn Du damit am Anfang Deiner Periode damit beginnst und sie möglichst jeden Tag auf die selbe Weise (Messstelle, Uhrzeit, selbes Thermometer) und über mehrere Zyklen hinweg durchführst.

Die Ergebnisse kannst Du unmittelbar nach der Messung in ein sogenanntes Kurvenblatt eintragen und dort anhand der graphischen Darstellung ablesen, in welcher Zyklus-Phase du dich befindest.

3. Veränderter Zervixschleim

Der Zervixschleim ist ein Sekret, das von den Zervixdrüsen im Gebärmutterhals abgesondert wird und uns besser als Ausfluss bekannt ist. Er besteht zum größten Teil aus Wasser; weitere Bestandteile sind Muzine (Schleimstoffe), Enzyme, Aminosäuren, Salze und Zucker.

Die Funktion des Zervixschleims ist es, die Spermien in Richtung Eizelle zu leiten.

Er verhindert ebenfalls das Eindringen von Krankheitserregern und Keimen in die Scheide.

Während des Menstruationszyklus verändern sich Konsistenz und Optik des Schleims und geben so einen Hinweis auf deinen bevorstehenden Eisprung.

Vor und während des Eisprungs ist er klar und flüssig; er ist dehnbar, zieht Fäden und ähnelt in seiner Konsistenz rohem Eiweiß.

Memo: Kurz vor dem Eisprung und währenddessen hat der Zervixschleim seine günstigste Beschaffenheit; die Spermien werden in dieser Phase besonders schnell und einfach zur Gebärmutter befördert und die Chance der Befruchtung der Eizelle ist nun am höchsten.

Nach dem Eisprung verschlechtert sich die Qualität des Zervixschleims wieder, er wird klebrig und cremig und der entsprechende Ausfluss ist gelblich oder weisslich und dickflüssig. Die Scheide fühlt sich trocken an.

4. Weicher Muttermund

Der Muttermund ist der untere Teil der Gebärmutter und wird auch Zervix genannt.

Das Abtasten des Muttermundes stellt eine Alternative zur Beobachtung des Zervixschleims dar und kann wichtige Informationen zur Fruchtbarkeitsphase innerhalb eines Zyklus geben.

Um als Anzeichen für den Eisprung festzustellen, ob der Muttermund weich und leicht geöffnet ist, muss man ihn vaginal abtasten. Hierzu braucht es ein kleines bisschen Übung.

Der Muttermund sitzt am Ende des Gebärmutterhalses und lässt sich mit den Fingern ertasten.

Wenn Du mit Deinen Fingern am Ende der Scheide angelangt bist und nicht mehr weiter kommst, dann bist Du am Ziel.

Es empfiehlt sich für ein erstmaliges Ertasten, direkt nach der Periode damit zu beginnen, denn zu diesem Zeitpunkt ragt der Muttermund ein bisschen weiter in die Scheide hinein und ist dadurch besser zu fühlen.

Er fühlt sich wie ein harter Knubbel mit einer leichten Vertiefung in der Mitte an, ähnlich einer Nasenspitze, die eine Delle hat..

Vor der Untersuchung bitte unbedingt die Hände gründlich waschen, um das Eindringen von Bakterien in die Gebärmutter zu vermeiden. Außerdem sollten die Fingernägel nicht lang sein, damit keine inneren Verletzungen in dem weichen Gewebe entstehen.

 

5. Ovulations-Test

Mithilfe eines Ovulationstests lässt sich der Eisprung ziemlich genau bestimmen.

Der Test misst die Konzentration des luteinisierenden Hormons (LH) im Urin.

Der Anstieg dieses Hormons beginnt kurz vor dem Eisprung und ist ungefähr 24 Stunden lang im Urin messbar.

Bei einem positiven Testergebnis ist der Eisprung in den folgenden 24 bis 42 Stunden zu erwarten und damit der ideale Zeitpunkt für eine mögliche Zeugung gekommen.

Man sollte aber dringend beachten, dass ein Anstieg des LH und ein somit positives Testergebnis trotzdem nicht garantieren, dass tatsächlich ein Eisprung stattgefunden hat.

Ist das Ergebnis verfälscht und wird als negativ angezeigt, kann wiederum der richtige Moment des Eisprungs versäumt werden.

Es ist also ratsam, den Ovulationstest in Kombination mit weiteren Methoden der Eisprung-Erkennung zu verwenden.

6. Spannen in der Brust

Innerhalb des Zyklus haben verschiedene Hormone unterschiedliche Funktionen im Körper.

Östrogene lassen die Gebärmutterschleimhaut entstehen und die Eizellen reifen.

Ab der Zyklusmitte steigt der Progesteronwert abrupt an und begünstigt Wassereinlagerungen im Brustgewebe. Ausserdem wird das Brustgewebe nun stärker durchblutet und die Brüste dadurch größer und schwerer. Sie werden gedehnt und ein Spannungsschmerz entsteht.

Es können ebenfalls Verhärtungen oder Schmerzen in den Brustwarzen auftreten.

Der Brustschmerz kann Dir helfen, Deine fruchtbare Phase zeitlich einzugrenzen, auch wenn er nicht die exakten fruchtbaren Tage definiert.

Auch diese Anzeichen sind wie fast alles Körperliche sehr individuell ausgeprägt und nicht immer und von allen Frauen wahrnehmbar.

7. Gesteigerte Libido

Viele Frauen haben durch den erhöhten Östrogen-Haushalt und den Anstieg von Testosteron ein gesteigertes Verlangen nach Sex während der fruchtbaren Tage.

Welch brillianter Schachzug der Natur, dass sich auf diese Weise das Angenehme so schön mit dem Nützlichen verbinden lässt!

8. Kurze Ovulationsblutung

Die Ursache hierfür ist der sinkende Hormonspiegel während der Ovulation.

Diese Blutung kann man nicht annähernd mit der Menstruationsblutung vergleichen, denn sie ist nur selten mit Schmerzen verbunden und anstelle von Blut tritt eher rötlich bis bräunlich verfärbter Zervixschleim aus.

 

9. Eisprung-Rechner

Diese Methode eignet sich nur bei einem sehr regelmäßigen Zyklus, ist dann aber ein leicht einzusetzendes Hilfsmittel.

Der erste Tag der letzten Periode und die Länge des Zyklus liegen diesem System zugrunde, mit dem der bevorstehende Eisprung ungefähr eingekreist werden kann.

Einen Eisprung-Rechner kannst Du Dir ganz einfach im Internet herunterladen.

10. Zykluscomputer

Die praktischen kleinen Geräte können den Weg zum Wunschkind oder auch erst einmal nur das bessere Kennenlernen des eigenen Zyklus sehr viel einfacher machen.

Der Zykluscomputer ist ein elektronisches Gerät, das körperliche Anzeichen wie zum Beispiel den Anstieg von Hormonen im Urin während des weiblichen Zyklus misst. Ein Algorithmus wertet sie aus und zeigt Dir an, an welchen Tagen Du fruchtbar bist.

Übrigens: Es gibt mittlerweile auch ein umfassendes Angebot an Apps, die Dir bei der Berechnung Deines Zyklus helfen.

 

Weitere Infos gefällig?

Vertiefe gerne Dein Wissen bei unserem Partner ELTERN.de bzw. bei Frauenärzte im Netz.

 

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Julia

Julia

Gründerin von storchgeflüster

 

Hi,
schön, dass Du da bist!

Ich bin Julia und habe storchgeflüster für Frauen & Paare mit Kinderwunsch gegründet.

Leider ist das immer noch ein Tabuthema! Und das obwohl Schätzungen besagen, dass jede 6. Frau in Deutschland darunter irgendwann leidet...

Mit storchgeflüster möchte ich allen Frauen & Paaren helfen, direkten Zugang zu den wichtigsten Methoden zu erhalten, die wirklich beim Kinderwunsch helfen können. Die Zauberwörter heißen in diesem Zusammenhang "Body & Mind".

Zudem bin ich der Überzeugung, dass die Transformation und das Coaching insb. dann wirklich wirksam sind, wenn Du es mit einigen der fachlich besten und zugleich empathischsten Experten zu tun hast. Und diese haben wir für Dich auf einer Plattform vereint!

Ich wünsche Dir alles Gute bei Deinem Kinderwunsch und würde mich freuen, wenn ich Dich bei der Reise zu Deinem Wunschkind unterstützen dürfte.

Herzlichst,
Deine Julia

PS: Dein nächster Zyklus könnte alles verändern.

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