Endometriose gilt als eine der häufigsten Unterleibserkrankungen bei der weiblichen Bevölkerung. Die Erkrankung steht häufig dem individuellen Kinderwunsch entgegen. Viele Frauen fragen sich: Endometriose und Kinderwunsch – wie passt das zusammen? Wer ist zuständig, um die Krankheit zu behandeln, und welche Methoden bieten sich betroffenen Frauen? Dieser Artikel informiert über die Möglichkeiten, Chancen und Risiken.

Zudem gibt es ganz am Ende noch einen Geheimtipp, um auf natürliche und effektive Art & Weise, Endometriose beim Kinderwunsch anzugehen!

Endometriose – was es ist und warum Endometriose den Kinderwunsch behindert

 

Endometriose

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Unfruchtbarkeit bei Frauen hat ihren Ursprung in vielen Fällen in der Erkrankung Endometriose. Dabei handelt es sich um Gebärmutterschleimhaut, die außerhalb der Gebärmutter zu finden ist. Diese Endometriose-Herde oder –Inseln können Eileiter und Eierstöcke in ihrer Funktion beeinträchtigen. Siedelt sich Gewebe der Gebärmutter beispielsweise im Eileiter an, führt das unweigerlich zu Verklebungen. Verwachsungen im Eierstock sind ebenfalls möglich, sodass ein natürlicher Eisprung erschwert wird. Wie lässt sich die Erkrankung erkennen? Nicht jede Frau im fruchtbaren Alter ist von Symptomen und Beschwerden geplagt. Vielmehr kann eine Endometriose bei Kinderwunsch ohne Symptome voranschreiten.

Im Allgemeinen beeinflusst Endometriose einen Kinderwunsch, weil sich die Zellen der Gebärmutter in umliegenden Bereichen ansiedeln. Das führt vorwiegend zu Unterleibsschmerzen. Diese Schmerzen treten in unterschiedlicher Intensität auf. Häufig klagen betroffene Frauen von Schmerzen im Unterleib beim Geschlechtsverkehr oder danach. Unterleibsschmerzen im Zusammenhang mit der monatlichen Periode sind ebenfalls nicht selten. In jedem Fall beeinflusst der Ort der Gebärmutterschleimhaut die Stärke der krampfartigen Schmerzen und die Fruchtbarkeit.

Natürlich schwanger trotz Endometriose – geht das?

Endometriose ist in der Lage, die Fruchtbarkeit einzuschränken. Wie stark diese Einschränkung erfolgt, hängt hauptsächlich davon ab, wo sich die Endometriose-Herde befinden und welches Ausmaß die Erkrankung angenommen hat. Die Krankheit geht grundsätzlich mit Entzündungen einher. Diese entzündlichen Prozesse sind auf die jeweilige Region begrenzt und führen dort zu Veränderungen, die den Lebensalltag beeinträchtigen können.

Die einzelnen Herde können sich in den Eileitern und Eierstöcken befinden. Es ist jedoch ebenso möglich, dass sich die Endometriose entlang der Blase oder im Zwischenraum der Blase und des Darms befindet. Insbesondere wenn sich die Krankheitsherde innerhalb der Fortpflanzungsorgane befinden, ist die Fruchtbarkeit oft beeinträchtigt. Dennoch kann es möglich sein, trotz Endometriose den Kinderwunsch zu erfüllen.

Endometriose überwinden

Um die Endometriose bei Kinderwunsch zu behandeln, sind mehrere Methoden gängig. Demnach kommen bei Ärzten je nach Schwere der Erkrankung Medikamente, eine Operation sowie die künstliche Befruchtung infrage. Bei jedem Vorgehen stehen das Wohlbefinden der Patientin und eine geplante Schwangerschaft im Fokus der Therapie. Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen, um die jeweilige Behandlung zu nutzen? Neben der Vorgehensweise bei der Therapie ist es wichtig zu wissen, wie die Risiken und Chancen stehen. Was bewirkt eine Operation und wie wirkt sich eine medikamentöse Behandlung auf die Fruchtbarkeit und Gesundheit der Frau aus?

Voraussetzungen? Für wen eignet sich was (Medikamente, OP, künstliche Befruchtung)

Die Erkrankung geht mit gutartigen Gewebezellen einher, die sich an Orten bilden, an denen sie normalerweise nicht vorkommen sollten. Da dies zu starken Schmerzen führen kann, kommen gelegentlich Medikamente zum Einsatz. Dabei differenzieren Mediziner den Schweregrad der Endometriose und den Einsatz weiterer Therapien. Medikamente nutzen Ärzte vorrangig bei betroffenen Frauen, bei denen die Endometriose-Herde operativ entfernt werden. Um die Chancen einer Schwangerschaft zu erhöhen, können hormonelle Medikamente ebenfalls hilfreich sein. Der folgende Abschnitt erläutert die einzelnen Optionen im Detail.

Medikamente bei Endometriose

Medikamente zur Behandlung von Endometriose sind oft Mittel, die darauf abzielen, die Schmerzen zu reduzieren und die Hormone auszubalancieren. Zu diesem Zweck enthalten sie entweder Gestagene oder kommen als Schmerzmittel zum Einsatz. Der Einsatz der Anti-Baby-Pille, ohne die übliche Pillenpause durchzuführen, kann ebenso helfen. Hormonpräparate verwenden Ärzte vorrangig, um das Voranschreiten der Endometriose zu verlangsamen.

Hormonelle Mittel bringen unter Umständen einige Nebenwirkungen mit sich. Aufgrund der hormonellen Wirkkomponente kann es während der medikamentösen Behandlung zu Schlafstörungen mitsamt Hitzewallungen kommen. Zugleich können Stimmungsschwankungen auftreten, die eine erhöhte Reizbarkeit, Unruhe, Ängstlichkeit bis hin zu depressiven Zuständen mit sich bringen können. Experten empfehlen deshalb seltener eine Behandlung mit Medikamenten nach einer Operation gegen Endometriose, vor allem da sich die Chance einer Schwangerschaft nicht zwangsläufig erhöht.

Operation bei Endometriose

Eine Operation kommt vorrangig für Frauen infrage, die an einer ausgeprägteren Endometriose leiden (Stadium III und IV). Generell ist eine Operation für Patientinnen angebracht, die aufgrund der Erkrankung nicht schwanger werden. Bei einer OP ist es wichtig, dass der jeweilige Arzt sämtliche Endometriose-Herde entfernt. Dies gilt insbesondere für betroffene Eileiter und Eierstöcke. Die übliche Vorgehensweise der Operation umfasst eine Bauchspiegelung.

Der zuständige Chirurg öffnet dabei die Bauchdecke der Patientin mit einem kleinen Schnitt (»Schlüsselloch-Methode«). Darüber führt der Chirurg eine kleine Kamera in einem dünnen Rohr (Endoskop) in die Öffnung hinein. Durch diese Laparoskopie kann der Chirurg die einzelnen Endometriose-Herde gut sehen und mit entsprechenden Instrumenten entfernen. Es kann passieren, dass sich nach solch einer Bauchspiegelung neue Gewebezellen im Körper bilden, sodass unter Umständen eine weitere Operation erforderlich sein kann.

Künstliche Befruchtung bei Endometriose

Es besteht die Möglichkeit, weitere Operationen durchzuführen. Dies empfehlen Experten aber weniger. Eine immer wieder neu auftretende Endometriose beeinträchtigt die Fruchtbarkeit der Frau. Daher kann eine künstliche Befruchtung im Zweifelsfall eher dabei helfen, trotz Endometriose ein Kind zu bekommen. Diese ist nicht ohne Weiteres nutzbar. Vielmehr hängt deren Einsatz unter Umständen von vorangegangenen Operationen, dem Alter der Patientin sowie dem finanziellen Spielraum ab.

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Wie wirkt sich die jeweilige Methode aus und wer ist der richtige Ansprechpartner?

Endometriose Gynäkologe

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Um eine Endometriose zu behandeln, sind die Patientin ebenso wie der zuständige Frauenarzt (Gynäkologe) gefragt. Die Patientin kann ihre Beschwerden schildern, die sich vorrangig auf Unterleibskrämpfe während der Menstruation und/oder Schmerzen nach und während des Geschlechtsverkehrs beschränken können. Frauen ohne konkrete Beschwerden erfahren gegebenenfalls bei der üblichen Vorsorgeuntersuchung bei ihrem Frauenarzt von der Diagnose. Spätestens wenn die jeweilige Frau versucht, schwanger zu werden und dies nicht innerhalb eines halben Jahres erfolgreich ist, erfolgt die nähere Untersuchung hinsichtlich der Endometriose. Dadurch stellt die Erkrankung häufig eine zufällige Diagnose dar.

Durch die Gabe von hormonellen Medikamenten gegen Endometriose kann der hormonelle Regelkreis im Körper empfindlich gestört werden. Die Operation stellt daher eine gängige Praxis dar, um die Fruchtbarkeit zu verbessern. Im Allgemeinen ist eine operative Maßnahme für viele Frauen ein großer Schritt. Bei einer Endometriose kann sich dies jedoch lohnen, um eine bessere Fruchtbarkeit und Beschwerdefreiheit zu erhalten.

Die künstliche Befruchtung gilt gemeinhin als letzte Option, um einen Kinderwunsch zu erfüllen. Das liegt unter anderem daran, dass die Krankenkasse maximal 50 Prozent der Kosten übernimmt. Die IVF-Befruchtungsmethode kostet pro Befruchtungsversuch rund 3000 Euro, wovon das Kinderwunschpaar die Hälfte bezahlen müsste. Bei allen Behandlungsoptionen kann der Frauenarzt oder die Frauenärztin als Ansprechpartner weiterhelfen.

Hier stellen wir Dir übrigens eine Übersicht zusammen, mit den wesentlichen Kosten, mit denen Du beim Kinderwunsch rechnen musst!

Wie stehen die Risiken, wie die Chancen?

Die Endometriose kann den Lebensalltag signifikant beeinträchtigen. Mithilfe des Gynäkologen kann es aber möglich sein, die Symptome deutlich zu lindern und den Verlauf der Erkrankung zu verbessern. Die gewählte Therapie richtet sich stark nach dem Alter der Patientin mit Kinderwunsch, den Symptombild sowie die Dauer der nicht erfolgten Schwangerschaft und der Schwere der Endometriose.

Experten unterteilen die Erkrankung in vier Stadien. Geringe Ausprägungen der Erkrankung finden sich in den Stadien I (minimale Endometriose) und II (milde Endometriose). Sofern eine Patientin solch eine höchstens milde Ausprägung aufweist und unter 35 Jahren ist, kann eine Bauchspiegelung hilfreich sein, um die natürliche Fruchtbarkeit zu verbessern. Eine moderate (Stadium III) bis schwerer (Stadium IV) Ausprägung der Endometriose erlaubt das Erwägen einer künstlichen Befruchtung. Dies gilt ebenfalls für Frauen, die über 35 Jahre alt sind. Wesentlich für das Auftreten einer Schwangerschaft ist die Durchlässigkeit der Eileiter.

Die Chancen, durch eine künstliche Befruchtung schwanger zu werden, stehen zwischen etwa 14 und 21 Prozent. Die Befruchtung „In-Vitro“, d. h. im Reagenzglas, führt zu einer statistischen Chance von rund 27 Prozent nach einem ersten Befruchtungsversuch. All diese Werte bedeuten jedoch nicht, dass die Schwangerschaft erfolgreich verläuft und tatsächlich eine Geburt erfolgt.

Die Geburtenrate liegt bei der einmaligen Befruchtung im Reagenzglas lediglich bei rund 11 Prozent. Je häufiger ein Befruchtungsversuch erfolgt, umso größer stehen die Chancen, den Kinderwunsch zu erfüllen. Immerhin tragen rund 65 Prozent der Patientinnen nach sechs Befruchtungsversuchen ein Baby aus. Grundsätzlich gilt daher, dass die Chancen für eine erfolgreiche Befruchtung mit jedem weiteren Versuch steigen.

Schlussendlich handelt es sich bei Endometriose um eine chronische Krankheit, die nicht vollständig heilbar ist. Die Ursachen der Erkrankung sind noch immer weitestgehend unklar. Die Behandlung durch Medikamente oder eine Operation dient lediglich dem Verbessern der Situation und dem Erfüllen eines Kinderwunsches trotz Endometriose. Daher ist es ratsam, dass Frauen mit Kinderwunsch und Endometriose offen für Beratungen und Behandlungen sind, zugleich jedoch die Chancen realistisch betrachten. Eine Behandlung der Erkrankung führt nicht zwangsläufig zur Erfüllung des Kinderwunsches.

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Verwendete Quellen/weiterführende Links: